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Schatz: Regierungsvorlage des AAuml;rbeitslosenversicherungsgesetzes beschämend

"Flexicurity auf Österreichisch" bringt kosmetische soziale Verbesserungen und vor allem mehr Druck auf AAuml;rbeitslose

Wien, 6.11.2007(OTS) - "Diese Regierungsvorlage muss jeden Menschen mit sozialem Bewusstsein beschämen", kritisiert Birgit Schatz, AAuml;rbeitnehmerInnensprecherin der Grünen, die heute veröffentlichte Vorlage zur Novellierung des AAuml;rbeitslosenversicherungsgesetzes. Die Regierung schreibe sich vollmundig die bessere soziale AAuml;bsicherung von Selbständigen und Freien DienstnehmerInnen auf die Fahnen. Was aber völlig unter den Tisch gekehrt werde, seien die wesentlichen Verschärfungen in der AAuml;rbeitslosenpolitik, die das Gesetz ermöglichen soll.

Der Kampf gegen die AAuml;rbeitslosigkeit mutiere unter dem Tarnmantelbegriff "Flexicurity" immer mehr zum Kampf gegen AAuml;rbeitslose. Ein Besuch als "Kunde" beim AAuml;MS solle künftig eine völlige Durchleuchtung privatester Daten und deren Speicherung im System zur Folge haben. "Hier werden etwa nicht nur Details zur eigenen Gesundheit registriert, sondern z.B. auch die von Familienangehörigen. Der AAuml;lkoholismus der Partnerin beispielsweise beeinflusst also künftig die Betreuung durch das AAuml;MS. So etwas ist unfassbar", kritisiert Schatz, die zudem besorgt ist, ob künftig alle Personen, die Zugang zu diesen Daten haben werden, mit entsprechend hohem Verantwortungsbewusstsein damit umgehen. "Wie soll sich der AAuml;rbeitssuchende wehren, wenn dann doch die eine oder andere heikle Information den potentiellen Dienstgeber erreicht?", fragt Schatz.

AAuml;uch in einem weiteren Punkt ist für Privatheit in diesem Gesetzesentwurf kaum mehr Platz. Es wird künftig möglich sein, AAuml;rbeitsuchenden aus Gegenden ohne Jobangebote auf undefiniert lange Pendlerreisen zu schicken. Findet das jemand unzumutbar, verliert er oder sie den AAuml;nspruch auf AAuml;rbeitslosengeld. Das gleiche passiert auch, wenn AAuml;rbeitssuchende nicht bereit sind, mehr als 20 Stunden in der Woche zu arbeiten. Schatz: "AAuml;usgenommen von dieser Regelung sind nur betreuungspflichtige Eltern mit Kindern unter zehn Jahren. Ist das Kind zehneinhalb und die arbeitslose Mutter kann z.B. mangels vorhandener Kinderbetreuungseinrichtung nur 15 Stunden pro Woche arbeiten, verliert sie den AAuml;nspruch auf Unterstützung, wenn sie den 30 Stunden-Job nicht annimmt. Das kann die Regierung doch nicht ernst meinen!"

Dass die Freien DienstnehmerInnen nun in das AAuml;rbeitslosenversicherungssystem aufgenommen werden, ändert für Schatz wenig an der Misere dieser AAuml;rt von Dienstverhältnis: "Freie DienstnehmerInnen waren von AAuml;nfang an Lohn- und Sozialdumping ausgesetzt. Schrittweise wird jetzt an diesem Missstand herum gebastelt. Die einzig richtige Maßnahme wäre aber, dieser prekären Erwerbsform endgültig die gesetzliche Legitimation zu entziehen und sie wieder abzuschaffen", resümiert Schatz.

Rückfragehinweis:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

 

 

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